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Fahrer-Portraits

"Erfolgreicher Quereinsteiger"

Sparte:Automobil-Rundstrecke
Wohnort:Darmstadt
Ortsclub:Fuldaer AC e.V. im ADAC
Alter:30 Jahre
Beruf:Ingenieur
Fahrzeug:Lamborghini Gallardo R-EX
Sportliche Erfolge:2008: Vizemeister ADAC Logan Cup im Team ADAC Hessen-Thüringen 3
2009: Meister ADAC Logan Cup im Team GTO-Motorsport
2011: Meister ADAC Cruze Cup
2012: Vizemeister ADAC Procar Div. 2
2016: P2 Reiter Young Stars
2017: P3 GT4 European Series,
P2 Reiter Young Stars

2007 nahm Lennart Marioneck am Nationalen A-Lizenzlehrgang Automobil-Rundstrecke des ADAC Hessen-Thüringen teil. Er überzeugte sofort mit Schnelligkeit und Talent, und so fand sich der 30-Jährige im ADAC Logan Cup wieder. 

Hier startete er in einem Team des ADAC Hessen-Thüringen, das mit einem Vizetitel und 2009 sogar mit dem Meistertitel überzeugen konnte. „Der Logan Cup war für mich rückblickend eine tolle Zeit. Die Arbeit im Team hat viel Spaß gemacht, und es war eine perfekte Plattform für den Rennsport-Nachwuchs. Günstige Autos und Ersatzteile und ein großes, starkes Fahrerfeld machten die Serie nicht nur attraktiv, sondern auch lehrreich. Ich konnte mich in den zwei Jahren extrem weiterentwickeln – Dinge wie RennIntelligenz und Zweikampf-Verhalten kann man nur im Rennbetrieb lernen.“

Der Ingenieur vermisst solche Formen von Einstiegsserien heute. „TCR, Formel 4, GT 4 sind tolle Formate, allerdings viel zu teuer. Wenn du ein kleines Budget zur Verfügung hast, ist der Einstieg kaum machbar. Andere Serien sind kostengünstiger, verfügen aber über kein starkes Fahrerfeld, sodass die Weiterentwicklung für ein Talent kaum möglich ist.“ Nach dem Gewinn des ADAC Cruze Cup wurde das Mitglied des Fuldaer AC in die ADAC Stiftung Sport aufgenommen. Nach dem Vizetitel in der ADAC Procar Div. 2 folgte dann der Aufstieg in die ADAC GT Masters. „Ohne finanziellen Background ist es schwer, sich in solch einem Fahrerfeld zu behaupten. Da steht auf der einen Seite der Profi, der täglich die Möglichkeit hat, Zeit im Rennauto zu verbringen, und auf der anderen Seite stehen die Amateure, die ihr ganzes Potenzial in 15 Tagen Rennbetrieb abrufen müssen. Da überlegst du schon ‘mal, ob du im Ernstfall reinhältst, um vorne zu sein, oder doch zurücksteckst, um das Rennen ohne Schaden beenden zu können.“

Um das finanzielle Problem zu lösen, bewies Marioneck außergewöhnliche Eigeninitiative und ging wortwörtlich „Klinken putzen“. Er überraschte beispielsweise ein Automobil-Geschäft mit einem Auftritt in voller Rennfahrermontur. So schaffte er, was selten Fahrern in seinem Alter gelingt: Er gewann so viele Sponsoren für sich, dass er seinen Traum weiter verfolgen konnte, und zwar bis zum heutigen Tag. „Leider ist die Sponsorensuche viel schwerer geworden. Die meisten Firmen scheuen sich, in den Motorsport zu investieren, da das Interesse in der Öffentlichkeit nachgelassen hat. Klar, die Spitzen-Serien wie Formel 1 und Moto GP haben hohe Einschaltquoten, aber unbekanntere Serien, gerade im Nachwuchsbereich, haben kaum Publicity.“

Was ihn am Motorsport fasziniert – der Perfektionismus, den man aufbringen muss, um sein Fahrzeug für die Dauer des gesamten Rennens am Limit zu halten. Für die nächste Saison wünscht sich Marioneck ein Cockpit in einem GT4 Germany Team. Die Suche läuft und wir sind sicher, dass er weiterhin alles geben wird, um sein Ziel zu erreichen. 

Wir drücken ihm fest die Daumen!

"Allround-Talent auf Erfolgskurs"

Sparte:Motocross
Wohnort:Darmstadt
Ortsclub:MC Pfungstadt e.V. im ADAC
Alter:10 Jahre
Beruf:Schüler
Fahrzeug:KTM SX 65
Sportliche Erfolge:Meister Moto Cross Cup ADAC Hessen-Thüringen Klasse Kids Challenge
3. Platz Moto Cross Cup Klasse 65 ccm
8. Platz ADAC MX Bundesendlauf Klasse 65ccm

Ein Arbeitskollege des Vaters brachte die Familie Euler zum Motocross. In Schaafheim durfte Bjarne zum ersten Mal auf eine Piwi steigen und das gefiel ihm so sehr, dass unter dem Weihnachtsbaum alsbald seine erste 50ccm Maschine stand. Seither hat sich einiges getan. Der 10-Jährige ist dem Automatik-Motorrad entwachsen und fährt seither eine KTM SX 65. Eine stattliche Anzahl an Rennen hat er seither bestritten und man nennt ihn  mittlerweile zu Recht „Mister Holeshot“, da er ein unglaublich guter Starter geworden ist. 

2017 wurde Bjarne in den Kids Kader des ADAC Hessen-Thüringen gerufen und wird jetzt von Trainer Collin Dugmore trainiert. Papa Magnus schreibt alle Tipps des Altmeisters kräftig mit und so ist sein Filius langsam aber sicher ein ernstzunehmender Gegner für seine 65ccm Kollegen geworden. Auf die Frage, warum er sich in diesem Jahr so sehr verbessert hat, hat er natürlich eine Antwort. „Wir haben in diesem Jahr wirklich hart trainiert, viel mehr als im letzten Jahr.“ Nach den Sessions oder Rennen setzen sich Vater und Sohn gemeinsam an die Rennanalyse und das erklärt wohl auch Bjarnes Herangehensweise an den Motocross-Sport. Denn zwar ist für ihn Springen das Beste aber toll findet er, dass er so viele unterschiedliche Dinge austesten kann. „Mir gefällt, dass man durch Veränderung der Spuren oder durch Positionswechsel auf dem Bike – Stehen und Sitzen – viel an den Rundenzeiten ändern kann.“ Trainer Collin Dugmore ist natürlich begeistert von dieser Einstellung. 

Was den Darmstädter  weiterhin auszeichnet, er ist für sein Alter überdurchschnittlich fit. Was da sein Geheimnis ist, nichts Besonderes, „nach den Hausaufgaben gehe ich immer raus und fahre den ganzen Tag Fahrrad oder renne rum. Ich bin gerne aktiv!“ So sind seine anderen Hobbys natürlich auch eher sportlich. BMX, Standroller Fahren und Zeichnen.

Seine Vorbilder sind keine Unbekannten,  Jeffrey Herlings, Ken Roczen und Marvin Musquin, letzterer vor allem wegen des tollen Fahrstils.

Bjarnes Traum ist es, später Motocross Weltmeisterschaft und Supercross zu fahren. Supercross so sagt er, ist  toll weil man ständig in der Luft ist. „Ich glaube auch, dass mir SX sehr gut liegt, alles hängt davon ab, dass man über die Anlieger mit hoher Geschwindigkeit durch die Kurven kommt, um dann schön weit springen zu können.“

Wir freuen uns schon jetzt darauf die #282 weiterhin beobachten zu können.

"Newcomer mit Zukunftsvision"

Sparte:Rallye
Wohnort:Schauenburg
Ortsclub:MSC Emstal e.V. im ADAC
Alter:22 Jahre
Beruf:KFZ Mechatroniker
Fahrzeug:Mitsubishi Lancer Evo 9

 

Die Geschichte beginnt wie so oft - „Papa hat schon in den 70ern aktiven Rallyesport betrieben“ - angesteckt von der Leidenschaft des Vaters, folgten erste Fahrten als Beifahrer. 2015 dann der erste Einsatz als Pilot. Das Mitglied des MSC Emstal machte seine ersten Schritte hauptsächlich bei kleineren regionalen Rallyes. 

2017 kam er in die Sportlerförderung des ADAC Hessen-Thüringen und sammelte erste Kilometer in einem Deutschen Meisterschaftslauf. In diesem Jahr bestreitet er seine erste komplette ADAC Rallye Masters Saison.

„Es war schon die richtige Entscheidung, klein anzufangen, um in der Szene erste Erfahrungen zu sammeln. Der Lerneffekt einer Prädikatsveranstaltung ist allerdings viel höher. Das starke Starterfeld, die vielen WP-Kilometer, die Streckenauswahl - das ganze Umfeld ist nicht zu vergleichen.“

Die ersten Veranstaltungen liefen durchwachsen, viele technische Probleme verhinderten, dass seine guten Leistungen auch aus den  Ergebnislisten herauszulesen waren. Ein Freund schaffte es mit tollem Einsatz, Sponsoren zu finden, die Chris bei der Wartburg Rallye einen Einsatz in einem Skoda Fabia R5 ermöglichten. „In einem aktuellen Top-Fahrzeug zu sitzen, war ein super Gefühl. Ich bin wirklich dankbar für die Chance und die Erfahrung. Endlich konnte ich mal zeigen, was ich kann.“

Auf die Frage was er sich für die Zukunft an Veränderungen in der deutschen Rallye-Landschaft wünschen würde:  „Die Unterstützung an der Basis sollte stärker werden. Die Einsteigerserien sind doch sehr teuer. Nicht jeder ist in der Lage, einfach ein Fahrzeug von seinem Vater fahren zu dürfen. Das Reglement müsste dafür vereinfacht werden. Ich bin unbedingt dafür, alle sicherheitsrelevanten Punkte umzusetzen aber es muss gerade für die Nachwuchsfahrer finanzierbar bleiben. Eventuell ein Rallye Youngster Cup – ähnlich strukturiert wie der ADAC Slalom Youngster Cup.“ 

Für seine Zukunft bleibt der Hesse bodenständig. Ich würde in dieser Saison schon gerne unter die ersten Fünfzehn fahren und dann in der nächsten Saison die Top 10 der Deutschen Rallye Meisterschaft erreichen. 

Wir wünschen dem Youngster viel Erfolg dabei.

"Immer alles geben aber nie über das Limit gehen"

Sparte:Motorrad-Rundstrecke
Wohnort:Nobitz
Ortsclub:MC Schmölln e.V. im ADAC
Alter:17 Jahre
Beruf:Schüler
Fahrzeug:KTM RC 390R
Sportliche Erfolge:2017: Deutscher Meister IDM SSP 300; Nachwuchsmotorsportler des Jahres ADAC Hessen-Thüringen
2016: Vizemeister  ADAC Junior Cup

„Immer alles geben aber nie über das Limit gehen“ so erklärt Jan-Ole Jähnig die Faszination Rennsport. Denn wenn man das Limit überschritten hat, landet man im Straßenrennsport meistens im Kiesbett und das Rennen ist vorbei. Das versucht der Thüringer natürlich so gut es geht zu vermeiden, in seinem ersten Jahr in der Supersport 300 Weltmeisterschaft. „So ganz so zufrieden bin ich noch nicht mit mir, es passieren noch zu viele Fehler aber die macht man halt, wenn man lernt“ 

Zum Rennsport animiert hatte der Vater. Der besuchte damals einige Rennstreckentrainings und das gefiel dem Junior so gut, dass er selbst ein Bike besteigen wollte. Zunächst startete der Mann vom MC Schmölln im ADAC Mini Bike Cup. Dort hätte man Jan-Ole noch keine WM-Karriere attestiert, denn er tat sich eher schwer in den ersten drei Rennjahren, was er wohl nicht zuletzt seiner Körpergröße zu verdanken hatte. Dies bewies dann auch der Umstieg auf das größere Bike. Im Junior Cup ließ der KTM Fahrer sein Talent aufblitzen, indem er Spitzenzeiten auf den Asphalt zauberte. „Leider bin ich in dem ersten Rennen direkt zweimal gestürzt und das hat ein gutes Ergebnis zunichte gemacht. Aber der Umstieg auf das größere, schnellere Bike und von der Kartbahn auf die große Rennstrecke ist schon gewaltig.“ Die Spitzenzeiten fielen auch den Talentscouts auf und so wurde er in die Talentförderung des ADAC Hessen-Thüringen berufen, ein Jahr später rief die ADAC Stiftung Sport.

Tägliches Training im Bereich Kondition, Kraft und Mentaltraining sollen dem Talent dabei helfen, seine Ziele zu erreichen. Zusätzlich dazu findet man Jan-Ole bis zu dreimal wöchentlich auf der Motocross-Strecke. Dass dies ein gutes Training ist, haben Valentino Rossi, Marc Márquez und Co bereits bewiesen.

In dieser Saison möchte der Fahrer des Racing Team Freudenberg noch mit möglichst vielen guten Ergebnissen glänzen, 2019 soll es dann auf Titelkurs gehen. Fernziel ist die Moto 2 Weltmeisterschaft. „Die Supersport WM ist ein Zwischenziel, leistungsstark aber kostengünstiger, um einen Einstieg in die Spitzenklasse zu bekommen. Gerade für deutsche Fahrer ist das nicht so einfach.“  

Wir wünschen dem jungen Talent viel Erfolg auf seinem weiteren Weg.

"Aus Hobby wurde Leidenschaft"

Sparte:Kart
Wohnort:Wehrheim
Ortsclub:MSC Wittgenborn e.V. im ADAC
Alter:12 Jahre
Beruf:Schüler
Fahrzeug:Gillard Kart OK Junior
Sportliche Erfolge:2017: 2. Platz Westdeutscher ADAC Kart Cup Bambini
und 6. Platz ADAC Kart Masters Bambini

 

Der Einstieg des 12-jährigen Julien Koch ist anders als bei den meisten Kart-Piloten. Papa Oliver hatte dem Junior einen Gutschein zum Leihkartfahren in Wittgenborn geschenkt. Als der Bahnbetreiber ihm nicht gestattete mit einem „großen“ Kart zu fahren erwiderte er „ok, ich komme wider und zeige Ihnen wie gut ich Kart fahren kann“. Das war die Geburtsstunde des Rennfahrers Julien Koch. Das ist jetzt ca. dreieinhalb Jahre her und seitdem arbeitet der Hesse stetig daran immer weiter nach vorne zu fahren.

Sein erfolgreichstes Jahr verbuchte er 2017. Mit Platz zwei im WAKC und einem 6. Rang bei den Masters hat er sich erfolgreich von seinem Bambini Kart verabschiedet. In der kommenden Saison wagt er den Sprung in die OK Junior Klasse und will sich dort im Feld der Deutschen Kart Meisterschaft und den ADAC Kart Masters unter den Spitzenfahrern etablieren.

Mittlerweile ist Julien Mitglied im MSC Wittgenborn. Neben dem Fitnesstraining, das Julien wöchentlich abspult, gibt es natürlich Fahrertraining. „Ich habe auch schon an dem Training der Jugendgruppe mit Trainerin Lena Heun teilgenommen. Lena ist schnell, das hat mir einiges gebracht.
Der 12-Jährige ist jetzt schon ein Medienprofi. Er hat keine Scheu vor Interview-Fragen und weiß auch genau wie er sich vor der Kamera präsentiert. Von wem er diese Gabe hat – vom Papa denkt er – „der ist genauso wie ich“. Julien weiß genau, dass diese Aufgabe am Streckenrand ähnlich wichtig wie das fahrerische Können ist, denn Rennsport ist teuer und für sein Fernziel, die Formel 4 müssen einige Sponsoren gefunden werden. Diese Arbeit erledigt er mit dem Vater zusammen, besucht Sponsoren und steht der Presse Rede und Antwort. 

Zielstrebig – Schnell – MOTORSPORTLER, so beschreibt sich Julien und wir sind sicher, dass er uns das auf der Rennstrecke auch beweisen wird.

"Tanz um die Pylonen"

Sparte:Automobil-Slalom
Wohnort:Heuchelheim
Ortsclub:AMC Gießen e.V. im ADAC
Alter:23 Jahre
Beruf:KFZ Mechatroniker im Studium Maschinenbau
Fahrzeug:Porsche 944 Turbo GTR / BMW 318 TI Cup
Sportliche Erfolge:2013: Main-Kinzig-Slalom Pokal Platz 1, 2014: Deutscher Automobil-Slalom Meister

 

11 Jahre alt war Florian als sein Werdegang im Motorsport beginnt. Florians Vater war von je her Motorsport begeistert und das steckte den Filius natürlich an.

Damals startete der Heuchelheimer im Slalom-Kart, konnte aber da schon sein Talent zeigen und heimste zahlreiche Titel ein. 2012 kam dann der Wechsel in den Automobil-Slalom, den ADAC Slalom-Youngster-Cup. „ Der Youngster Cup ist mit Abstand die beste Möglichkeit in den Slalom Sport einzusteigen. Man profitiert unglaublich durch die Erfahrung und die Kontakte der Ansprechpartner vom ADAC.“ 

Das faszinierende am Slalom Sport ist, findet Florian: „Man muss auf den Punkt schnell sein. Es gibt kein Warm-Up oder ähnliches. Man steht am Start und los geht’s. Wenn man das nicht schafft ist man hinten. Außerdem braucht man absolute Fahrzeugbeherrschung. Schließlich schlängelt man sich im Rennslalom mit durchschnittlich 135 km/h um die Pylonen.“
In diesem Jahr erfolgt der Einstieg in den Rundstrecken-Sport für den 23-Jährigen. Dort sieht er sich auch in Zukunft: „Ich würde schon gerne Fuß fassen auf der Rundstrecke. VLN Langstreckenmeisterschaft oder die Rundstrecken Challenge Nürburgring. Aber das ist natürlich auch von den finanziellen Möglichkeiten abhängig.“ 

Was der bessere Einstieg in den Rundstrecken-Sport ist, Slalom oder Rennkart, kann Florian nicht genau sagen. „Beides ist möglich. Die beiden Sportarten sind so unterschiedlich, das kann man wirklich nicht so einfach sagen. Mein Fahrzeug im Grenzbereich am Limit zu halten, das habe ich im Slalom gelernt. Massenstarts, das Fahren im Pulk oder Zweikampf verhalten sind Dinge die man im Rennkart schult. Daran muss ich mich jetzt noch gewöhnen.“

"Harte Arbeit wird belohnt"

Sparte:Motocross
Wohnort:Wormstedt
Ortsclub:1. MSC Jena
Alter:19 Jahre
Beruf:Dachdecker
Fahrzeug:Sarholz KTM SX250

 

ADAC MX Youngster Cup Sieger 2017 – Ein Titel, den sich viele Nachwuchs-Motocrosser wünschen. Der große Erfolg, der den Traum Profisportler zu werden näher rücken lässt. Tom Koch hat es geschafft aber dabei darf man nicht vergessen, wie hart und steinig der Weg oft war.

Der gebürtige Thüringer, der nebenbei auch gerne Golf und Squash spielt, hat schon früh seinem Großvater, Vater und Bruder nachgeeifert. Aber der damals 6-Jährige hatte sein eigenes Tempo. „Erstmal nur so zum Spaß“ fahren war das Motto. Mit 11 Jahren entschied er sich um und machte seine ersten Rennversuche in der Thüringen Meisterschaft. Da das ganz gut klappte, ging es dann Schritt für Schritt weiter. Auf Anhieb schaffte es der Sarholz Pilot in das damals neu gegründete Talentförderprogramm des ADAC Hessen-Thüringen,  in dem er bis heute unterstützt wird. Hier bekommt er Unterstützung mit Training, im Bereich Medienarbeit, zum Thema Fitness und Ernährung und weiteren wertvollen Komponenten des Förderpakets. Zwei Jahre war er Mitglied des ADAC Hessen-Thüringen MX Masters Rookie Teams. 

„Die Unterstützung des ADAC Hessen-Thüringen ist zum größten Teil verantwortlich für meine Entwicklung. Ohne all die Maßnahmen stünde ich jetzt nicht da, wo ich stehe. Dafür bin ich unendlich dankbar.“

Tom entwickelt sich zum Vorzeigekandidaten. Er nimmt alle Tipps an und setzt diese auch um, er trainiert hart und legt sowohl in Fitness als auch in Fahrtechnik die besten Tests ab. Die großen Erfolge wollen sich zunächst noch nicht einstellen aber Trainer Collin Dugmore ist sich sicher, durch sein hartes Technik-Training kommt bald die Schnelligkeit auch dazu. Und er sollte Recht behalten.

Ende 2014 wurde der Name Tom Koch zum ersten Mal laut. In seiner ersten Hallencross Saison konnte er sich einige Podiumsplatzierungen einfahren und riss, mit seiner unbekümmerten Art, das gesamte Publikum auf seine Seite.  Auch die anschließende Outdoor Saison lief für Tom gut. Obwohl er sich bereits bei der ersten ADAC MX Masters Veranstaltung einen Kreuzbandriss zuzog, schloss der Youngster mit Platz sieben in der Deutschen Meisterschaft MX2 und Platz sechs beim ADAC MX Youngster-Cup, was ihm am Jahresende den Titel „Nachwuchs-Motorsportler des Jahres“ beim ADAC Hessen-Thüringen einbrachte. Tom ist ehrgeizig und fleißig, er hat einen unglaublichen Willen, der ihn nicht aufgeben lässt und so steht er auch die etwas holprige Saison 2016 durch.

Den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere hat Tom dieses Jahr erreicht: Er hat vorzeitig – bei der vorletzten Veranstaltung in Gaildorf – den Titel ADAC MX Youngster Cup Sieger errungen und zwar mit 57 Punkten vor dem Zweitplatzierten. So kann es weiter gehen!

"Talent mit großem Namen"

Sparte:Rallye
Wohnort:Großalmerode
Ortsclub:KMC Kassel
Alter:20 Jahre
Beruf:Studium Wirtschaftswissenschaften
Fahrzeug:Opel ADAM Cup
Sportliche Erfolge:Top Ten Platzierung Opel ADAM Cup

Die ADAC Rallye Deutschland 2017 ist Geschichte. Zeit, einen kurzen Blick aus der Brille eines Nachwuchsfahrers auf die Veranstaltung zu werfen. Fabian Rotter bestreitet seine erste Rallye-Saison. Er wurde quasi ins kalte Wasser geschubst. Zwar war das Mitglied des KMC Kassel schon als Kind im Renngeschehen, interessierte sich aber nicht wirklich für den Sport. Erst mit dem Führerschein entstand der Wunsch, Rallye zu fahren. Los ging es mit der ADAC Rallye Schule, der nationalen A-Lizenz einem Einsatz im Vorauswagen und einem Gaststart. Dann kam die Aufnahme in die Talentförderung des ADAC Hessen-Thüringen und die erste Motorsport Saison.

Im Opel Rallye Cup schlägt sich der Newcomer gut. „Wir sind bisher immer ohne größere Schäden angekommen. Ich liege in der Meisterschaft auf Rang 16, ich denke, das ist ok für meine erste Saison, aber ich will in den noch anstehenden beiden Läufen noch weiter nach vorne. Das ist drin.“

Und wie war denn jetzt Dein erster WM Lauf:  „Es war schon beeindruckend. Alles ist viel größer, ein immenses Zuschauerinteresse. Auf dem Service Platz sind super viele Leute und alle wollen etwas von Dir. Natürlich ist auch die Strecke bei einem Weltmeisterschaftslauf viel anspruchsvoller und drei Mal länger als ein normaler Kurs. Man ist eine Woche lang unterwegs und natürlich muss man sich sehr gut vorbereiten, sowohl körperlich als auch mental. Ich habe viel selber an meinem Auto geschraubt, um ein besseres Verständnis zu bekommen und ich habe viel Ausdauer trainiert, um die langen Prüfungen auf der Panzerplatte und in den Weinbergen zu überstehen. Das war auch alles top.“

Wieviel Einfluss hat der Name des Papas: „Eigentlich keinen, klar mich kennen viele, aber alle behandeln mich ganz normal und ich muss mich schon selber beweisen, Druck gibt es keinen. Ich profitiere von seinen Erfahrungen. Er kennt den Opel in- und auswendig und das hilft mir natürlich. Reibungen gibt es wenig, denn wir sind meistens einer Meinung und zu 99% mache ich wohl alles wie Papa, deshalb ähnelt sich bestimmt auch unser Fahrstil. Und wenn ich meine eigene Entscheidung treffe, ist das auch ok.“

2018 soll es ein wenig ruhiger laufen, da tritt die berufliche Karriere erst mal in den Vordergrund und es wird so viel Rallye gefahren wie die Zeit es erlaubt, bevor es dann 2019 wieder richtig losgeht.

"Kleiner Mann ganz groß"

Sparte:Motocross
Wohnort:Gierstädt
Ortsclub:MSC Gräfentonna e.V. im ADAC
Alter:8 Jahre
Beruf:Schüler
Fahrzeug:KTM SX 50
Sportliche Erfolge:2016: Sieger Moto Cross Cup ADAC Hessen-Thüringen Klasse 1, zweiter Platz ADAC Supercross Stuttgart und Chemnitz

Anton Viol, ein Name den man sich merken sollte.  Der achtjährige Thüringer bestritt 2016 seine erste Rennsaison und machte ordentlich von sich reden. Mit viel Kampfgeist und extremem Siegeswillen, wurde er von Rennen zu Rennen sicherer und schneller und holte sich so im letzten Rennen den Cup-Sieg. Auch verwies er in der Kids Challenge, mit seiner KTM SX 50,  so einige 65er-Fahrer auf die Plätze.

Als Antons Papa den Steppke auf die erste PW 50 setzte, konnte er noch nicht richtig sprechen aber Gas geben konnte er. Auch heute ist das Mitglied des MSC Gräfentonna e.V. im ADAC kein „Mann“ der großen Worte eher der großen Taten. Manchmal sogar etwas zu draufgängerisch für die Mama, denn ist Anton im Renn-Modus ist er kaum zu stoppen. Antons Eltern sind natürlich immer an seiner Seite. Da wird angefeuert, motiviert, getröstet, trainiert, das Bike gepflegt und alles was sonst noch dazu gehört. Aber nicht nur seine Familie unterstützt ihn, seine Vereinskollegen stehen auch alle hinter dem Schüler und sind stolz auf ihn, und wie. 

Natürlich ist auch Anton großer Ken Roczen Fan und er möchte gerne in seine Fußstapfen treten, ADAC MX Masters, Weltmeisterschaft, Supercross, das volle Programm. Dafür arbeitet er jetzt schon hart, mit seinem eigenen Fitness-Programm - Seilspringen und Liegestütze und Klimmzüge und vieles mehr. Denn Motocross ist auch für einen Achtjährigen körperlich Höchstleistung. 

Seit 2016 ist der Thüringer in einem Förderkader des ADAC Hessen-Thüringen, der ADAC Kids School. Trainer Collin Dugmore ist ein Vorbild für ihn. „Wenn Collin Anweisungen gibt, dann macht er alles sofort, bei uns sieht das nicht immer so aus“ schmunzelt Antons Mutter. Viel gelernt hat er in dem einen Jahr und das hat man bei jedem Rennen bewundern können.

Auf die Frage, was würdest Du Dir jetzt wünschen, antwortet Anton: „So gut werden wie mein Kumpel Max Werner“.

Wir denken, Du bist auf dem besten Weg dahin, Anton.

"Im Kampf gegen die Uhr und den Berg"

Sparte:Bergrennsport
Wohnort:Abtsteinach
Ortsclub:MSC Überwald e.V. im ADAC
Alter:28 Jahre
Beruf:Elektroniker
Fahrzeug:VW Golf 3 16V

 

Über 10.000 Zuschauer bewunderten die Bergpiloten beim 22. Internationalen Glasbachrennen, die die 5,5 Kilometer lange, anspruchsvolle Strecke, auf der Suche nach Bestzeiten in drei Durchgängen befuhren. Mit von der Partie, der 28-Jährige Alexander Wolk, gesponserter Fahrer des ADAC Hessen-Thüringen e.V.

„Ich bin zufrieden mit dem Wochenende, zwar hatte ich eine nicht ganz optimale Begegnung mit einer Schikane aber ich habe auch meine persönliche Bestzeit von letztem Jahr um 7 Sekunden verbessert. Es ist natürlich toll, sich auch mal mit der internationalen Konkurrenz messen zu können.“

Los ging alles beim Jugend-Kartslalom im Verein. Schon damals war der Hesse auf der Suche nach Bestzeiten. Auf die Frage, was ihn am Bergrennsport so fasziniert: „dieser Sport verzeiht keine Fehler. Man muss die ganze Zeit voll konzentriert sein und das Auto immer hundert Prozent unter Kontrolle haben. Die Strecken haben kaum Auslaufzonen, wenn man da nicht auf den Millimeter genau auf der Ideallinie fährt ist man draußen. Der Puls schlägt einfach höher.“

Natürlich würde Alexander Wolk gerne mehr internationale Rennen bestreiten, die komplette Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft, das wäre schon ein Traum. Leider ist dies nicht so einfach, die weiten Anfahrtswege verschlingen viel Geld und Zeit, so wie der ganze Sport. Also werden die Chancen genutzt, die ihm geboten werden, sowie das 22. Internationale Ibergrennen in Thüringen, welches Alexander in Kürze bestreiten wird.